ernährung

Basiswissen

Vor ca. 3000 Jahren belehrte Meister Atreya seine Schüler:

"Bekömmliche Nahrung ist einer der Hauptgründe für das gesunde Wachstum der Lebewesen und unverträgliche Nahrung ist der Grund für das Entstehen von Krankheit"

Sein bester Schüler Agnivesha fragte: "Wie können wir bekömmliche und unverträgliche Nahrung voneinander unterscheiden?"

 

Ayurveda gibt darauf eine eindeutige Antwort:

 

Es kommt auf den Einfluß der Nahrung auf die 3 Dosha (Energien), die Dhatu (Körpergewebe), Agni (Verdauungsfeuer), die Konstitution und den Zustand des Menschen an. Dasselbe Nahrungsmittel kann des einen "Heilmittel" und des anderen "Giftstoff" sein.

Somit existiert eine allgemein gültige gesunde Ernährung nicht - Ernährung ist eine individuelle Langzeittherapie, die als präventive Maßnahme verstanden werden kann.

 

Im Ayurveda werden zu allererst Fragen zum Esser gestellt:

 

Ist der Esser gesund?

Welche Konstituion hat er/sie?

Wie ist der Zustand von Agni (Verdauungsfeuer)?

Wie ist sein/ihr Gemütszustand?

 

Von größerer Wichtigkeit ist es, vorab zu klären, wieviele Nährstoffe ein Körper aufnehmen kann, als sich auf die Nährstoffe in einem Nahrungsmittel zu konzentrieren.

Es hat z.B. keinen Sinn, Salat oder Rohkost zu essen, wenn der Organismus die Vitamine nicht absorbieren kann. Hier spielt die Verdauungskraft eine herausragende Rolle.

 

Wenn Sie gesund bleiben oder auch abnehmen wollen, dann muss zu allererst die Verdauung funktionieren. Wenn die Verdauung funktioniert, nimmt der Appetit zu - viele laufen Gefahr, dann zu viel zu essen. Genau hier setzt die typgerechte Ernährung ein. Wenn Sie diese befolgen, können Sie trotz dreier Mahlzeiten pro Tag Ihr Gewicht halten oder reduzieren.

 

Ayurvedische Küche bedeutet nicht, indisch essen zu müssen.

Die österreichische, italienische, französische, griechische, arabische...Küche kann als ayurvedische Küche bezeichnet werden, wenn man sie konstitutionsgerecht einsetzt.

 

Es wurden bereits viele Bücher über Ernährung geschrieben. Sie sind gefüllt mit Tabellen, Listen und allgemeinen Ratschlägen. Viele der 8 Faktoren von Caraka* werden in diesen Büchern weder beachtet noch schwerpunktmäßig behandelt.

Die 8 Faktoren von Caraka lauten:

 

1  Die Beschaffenheit der Nahrung

2  Die Zubereitung der Nahrung

3  Ungünstige Kombinationen

4  Die Quantität der Nahrung

5  Die Herkunft der Lebensmittel

6  Der Zeitfaktor

7  Verschiedene Regeln zur Nahrungsaufnahme

8  Die Ernährung für jede Konstitution

 

Diese Themen behandle ich vermehrt in meinen Vorträgen, weil dieses Wissen leicht umgesetzt und in die tägliche Routine integriert werden kann.

In den Kochkursen können Sie live die 8 Faktoren erleben und schmecken. Sie lernen sie anzuwenden und für sich und Ihre Familie einzusetzen.

 

*Caraka ist der Autor der "Caraka Samhita", des berühmten klassischen Werkes über Innere Medizin.

Er lebte in der späten vedischen Zeit (3000 - 600 v. Chr.).